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Gilbert Bretterbauer & Hans Joachim Roedlius

Gilbert Bretterbauer & Hans Joachim Roedelius: Mobiles Museum "Psyche"

Mobile Museen / Projekte / CV Bretterbauer / CV Roedelius

Gilbert Bretterbauer überträgt Motive aus der Malerei in seine Textilarbeiten. Malerische Überlegungen, die im Umfeld zeitgenössischer Wiener Malerei entstanden, werden in Gewebe umgesetzt. Strukturen, Pinselstriche und Schwingungen nehmen eine eigene Gestalt an. Die Malerei als Gewebe - in Schwarz und Weiß - zwischen Computerbild, Emotion und Impuls.

Entwurf "Psyche" für Mobile Museen: Bretterbauer & Roedelius up

Psyche, Mobile Museen, 2004 Psyche, Mobile Museen, 2004

Technische Projektbeschreibung:

  • Die Eingangseinheit (bestehend aus einem Modul) wird in ihrer ursprünglichen Form verwendet.
  • Die Bodenflächen der 5 Felder des Raumes werden mit einem, auf den Grundpanelen ausgelegten Teppich bedeckt.
  • Ein von der Decke bis zum Boden hängender Vorhang schließt den gesamten Wandbereich des Raumes zu einer Fläche.
  • Nur an der Decke wird die vorgegebene architektonische Struktur der einzelnen Bauelemente sichtbar bleiben von deren Mitte ein Beleuchtungskörper.
  • Der Raum wird von den, an der Decke, in den jeweiligen Ecken des Raumes montierten Lautsprecherboxen beschallt.

Künstlerische Konzeption:

Die mobile Architektur wird in ihrem inneren durch einen neuen, textilen Raum ersetzt. Die jeweiligen Oberflächen, die mit Teppichen und Vorhängen belegt und behangen, also in neuer Materialität wiederholt werden, hüllen den Besucher in einen Umraum der gefüllten Leere. Das offensichtliche Fehlen einer inhaltlichen künstlerischen Intervention wird durch die Befindlichkeit in einer von Oberflächenqualitäten definierten Innenseite ersetzt. In dem, durch die Textilien schallisolierten Ort, öffnet sich durch die Musik ein weiterer, jetzt akustischer Raum. Der Besucher fühlt sein Umfeld, er sieht durch eine Lichtskulptur von Isamu Noguchi die bauliche Struktur ausgekleidet mit einem einzigen textilen Umlauf - er hört die, von Roedelius eigens für den Ort komponierte Musik. Die Dimension dieser Einheit des Museums erlaubt einen kleinen Rundgang um das beleuchtete Zentrum, ein kurzes Verweilen in einem, von der Außenwelt abgeschiedenen Platz der Umkehr nach innen.

Dieses Mobile Museum wurde von Daniela Zyman, A9 forum transeuropa, unserem Kooperationspartner in Wien, kuratiert.

Projekte up

Stoffwand
MAK-Wien

Die Fensterseite des Ausstellungsraums im MAK-Wien wird durch eine von der Decke abgehängte Stoffwand verdeckt, eine mobile Bar teilt ihn in seiner Längsachse in zwei Hälften, an den Wänden befindet sich ein Band von 70 gerahmten Textblättern. Die aus einer Vielzahl von Bändern genähte Stoffwand entspricht in ihrer Musterung, sowie in dem Vorgang der Herstellung der vernetzten Sprachstruktur der Texte. Diese Blätter schließen den Raum auf der Ebene der "Zeichnung an der Wand", das in der Mitte stehende mobile Möbel ermöglicht eine Verwendung des Raumes auch außerhalb des üblichen Ausstellungskontextes.

Stoffwand, MAK-Wien Stoffwand, MAK-Wien

Pavillion
Galerie Menotti, Baden bei Wien, 2001

Pavillion, Galerie Menotti, Baden bei Wien, 2001Im Garten der Galerie Menotti ist eine Betonplattform errichtet, die durch ihre nicht einsehbare Basis am Hang einen schwebenden Charakter vermittelt. Ein Nirosta-Gestänge umfasst einen architektonischen Freiraum, in dessen oberen Abschluss im Kreisumlauf eine genähte Stoffarbeit eingespannt ist. Die Funktion des, in dieser Gegend traditionellen Gartenpavillions, wird trotz fehlender baulicher Struktur durch die zeichenhafte Konstruktion und das Deckenbild erfüllt.

CV Gilbert Bretterbauer up

1957 geboren in Wien
1980-86 Studium an Hochschule für angewandte Kunst in Wien, Meisterklassen H. Tasquil und S. Moosmann
1987 Assistent an der Hochschule für angewandte Kunst, Gestaltungslehre
1988 Lehrauftrag in der Meisterklasse für Grafik.
Seit 1990 als freischaffender Künstler im Bereich Tapisserie/Teppiche tätig.

Gilbert Bretterbauer lebt in Wien.

 

Einzelausstellungen (Auswahl)

2004 Linz - Galerie Halle
  Berlin Architekturgalerie, gemeinsam mit Architekt Krischanitz
2003 mak design info pool
2002 Galerie Goldman tevis, l.a. gemeinsam mit Tom Baldwin
2000 Galerie Edition Artelier, Graz (mit Franz Graf) (CD & Plakat)
  "angel" Pfann - Ohmann Preis für interdisziplinäre Arbeiten im öffentlichen Raum, Künstlerhaus / Wien
1999 Kunstverein Kärnten, Künstlerhaus Klagenfurt mar vista; L.A. (mit tom baldwin)
Eingangshalle Swissre Zürich, "Teppichkonzept"
1998 Kunstbüro Wien
  Galerie Krobath Wimmer, Wien (CD)
1997 Galerie Steinek Wien
  Richard Telles fine L.A.
1996 MAK Center for Art and Architecture Los Angeles (Katalog)
1995 Wiener Secession (Katalog)
1994 Kunst am Bau, Weitra
1992 "Projekte - Interventionen", Gobelinsaal der Wiener Staatsoper
1990 Jänner Galerie, Wien (Katalogfolder)
1989 Moto Azabu, Tokyo (Tapisserien)
1987 Galerie Peter Pakesch, Wien (Plakat, Katalog)
1985 Galerie Peter Pakesch, Wien (Plakat)

Hans-Joachim Roedelius up

1934 geboren in Berlin

1968 gründen Roedelius und Konrad Schnitzler das freie Kunstlabor Zodiak . 1969 lernen sie Dieter Moebius kennen und gründen Kluster , die ihr erstes Album "Ausbruch" 1970 herausgeben. Kurz nach dem Erscheinen verlässt Schnitzler die Band, um eine Solokarriere zu starten. Roedelius und Moebius benennen Kluster in Cluster um. In den Siebziger beginnt Moebius, mit Brian Eno und Michael Rother in der Band Harmonia zusammenzuarbeiten.

Roedelius ist ein Pionier der elektronischen Musik und hat in seiner 30 jährigen Schaffenszeit über 1000 Kompositionen kreiert.