Veronika Hauer & Nora Landkammer / Mobiles Museum Studio
22:20 Seconds to Baghdad
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"22:20 Seconds to Baghdad" Foto: Ulli Lindenmann |
Drei Erzählungen um Baghdad (zwei Reiseberichte und ein Bericht vor Ort), finden zu drei verschiedenen Zeitpunkten statt. 22:20 bedeutet die Gesamtdauer des zur Bildproduktion verwendeten Ausgangsmaterials – Sequenzen aus drei bestehenden Video- und Fernsehdokumentationen.
Die Dauer einer Filmsequenz schrumpft durch Überlagerung aller ihrer Einzelbilder zu einem einzigen möglichen Blick, der gleichzeitig alle Informationen des Handlungsablaufes im Film verrät. Zugleich werden Details durch die so entstandene Unschärfe des Sujets kaum wahrnehmbar. Die ursprüngliche Zeitspanne einer Filmsequenz ist für die BetrachterInnen nur mehr durch die Bewegungsunschärfe ersichtlich; der Rhythmus der Diaprojektion versetzt das Geschehen in einen neuen zeitlichen Rahmen.