Franka Hörnschemeyer: Mobiles Museum PVC 304
Mobile Museen / Projekte / CV
Franka Hörnschemeyer versteht ihre architektonischen Konstruktionen als Skulpturen, die Schicht für Schicht die Strukturen von Räumen optisch und akustisch freilegen. In diesen räumlichen Auflösungen verschränken sich Gegenwart, Geschichte und Zukunft ineinander.
Entwurf Mobile Museen: PVC 304 
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PVC 304 Foto: Ulli Lindenmann |
Franka Hörnschemeyer hat im Innenraum ihres Mobilen Museums auf einer Grundfläche von zehn Quadratmetern 45 vom Boden bis zur Decke reichende, in ihrer Achse bewegliche Wandelemente installiert. Das Material der beweglichen Wände stimmt mit dem Herstellungsmaterial - weiße recycelte Hartschaumplatten (Kömacel) - der Mobilen Museen überein, so dass die Außen- und Innenwände sowohl strukturell als auch materiell einen konstitutiven Teil der Arbeit darstellen.
Die Anordnung der Wände bildet eine labyrinthartige Raum- und Gangstruktur aus. Im Versuch den Raum zu durchschreiten, wird die Position der Elemente verändert: Wände werden zu Durchgängen, die neue in sich geschlossene Räume konstruieren und weitere Optionen des Öffnens und Schließens anbieten. Mit jeder Bewegung des Benutzers findet von daher eine Transformation der architektonischen sowie bildhauerischen Installation statt.
"BFD-bündig, fluchtend, dicht"
Paul-Löbe-Haus, Berlin, 1998-2001
Für einen abgesenkten Hof des Paul-Löbe-Hauses, das für die Abgeordneten und Mitarbeiter des Bundestages gegenüber vom Kanzleramt errichtet wurde, hat Franka Hörnschemeyer 2001 eine begehbare Raumskulptur aus Gitterwänden geschaffen. Die Gitterwände bestehen aus rot- und gelblackierten, in der Höhe variierenden Schalelementen, die gewöhnlich zum Herstellen von Wänden in Betonguß verwendet werden.
Die Gitterstruktur bildet verschiedene Grundrissteile vergangener und aktueller Bebauungen des Spreebogens nach. Durch die Komprimierung der Grundrisse auf den engen Raum des Hofes, ihre axiale Verschiebung und das Ineinandergreifen der transparenten und zugleich massiven Gitterstruktur entsteht ein Raumlabyrinth, das der Betrachter im Durchschreiten oder vom oberhalb der Höfe liegenden Straßenniveau aus erfahren kann.
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BFD-bündig, fluchtend, dicht", Paul-Löbe-Haus, Berlin, 1998-2001 Fotos: Stephan Erfurt |
Lehmbruck-Saal
"Ein/räumen" Hamburger Kunsthalle, 2000
In der Hamburger Kunsthalle hat Franka Hörnschemeyer als temporäre Installation den Wilhelm Lehmbrucksaal neu gestaltet.
Die abgehängten Decken und verkleideten Wände des Saales sind partiell entfernt. Anstelle der herkömmlichen Sockel ist eine komplexe Gitterkonstruktion aus Schalelementen im Raum installiert. Mit der Aufdeckung der übereinanderliegenden architektonischen Schichten wird auf die unterschiedlichen Phasen und Formen musealer Inszenierung verwiesen. Zugleich bildet die Gitterkonstruktion ein neues architektonisches Ausstellungsmodell, dass als Sockel für die Skulpturen Wilhelm Lehmbrucks dient, verschiedene Betrachterplattformen anbietet sowie neue Durch- und Aufsichten auf die Kunst ermöglicht.
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Lehmbruck-Saal, "Ein/räumen" Hamburger Kunsthalle, 2000 Foto: Ottmar von Poschinger |
| 1958 | geboren in Osnabrück |
| 1981-87 | Studium der Bildenden Künste in Hamburg |
| 1987 | DAAD Stipendium in New York |
| 1990 | Kunstfonds |
| 1992 | Karl Schmidt-Rottluff Stipendium |
| 1994 | Friedrich Vordermberge Preis der Stadt Köln |
Seit 2003 Gastprofessur an der Akademie der Bildenden Künste in Karlsruhe
Lebt seit 1994 in Berlin.
Einzelausstellungen (Auswahl)
| 2002 | "Büroauflösung" in Zusammenarbeit mit Birgit Hansen, Kapinos Galerie, Berlin "Versuchsanlagen" - Galerie Reinhard Hauff, Stuttgart "Nr.109" (Werkraum 12) - Hamburger Bahnhof, Museum für Gegenwart, Berlin |
| 2001 | "Das Westzimmer" - Kapinos Galerie, Berlin |
| 1998 | Galerie Andreas Binder, München "SK 1098" - Galerie Reinhard Hauff, Stuttgart |
| 1997 | "Din 2750" - Galerie Rolf Ricke, Köln "Franka Hörnschemeyer, Lawrence Weiner, Tim Zulauf" |
| 1996 | "VSE 596" - Galerie Reinhard Hauff, Stuttgart Galerie Erika & Otto Friedrich, Bern (Kat.) |
| 1995 | "00.395" - Städtische Ausstellungshalle am Hawerkamp, Münster "Long John Silver" Peking Kunstausstellungen, Berlin |
| 1993 | "Feuchtraum1093" - Galerie Rolf Ricke, Köln (Kat.) |
| 1990 | "Trockenbau. 590" - Kunstverein Lingen |
| 1989 | "Trockenbau. Durch 100 x 3,3" - Lichtschacht Galerie Vorsetzen, Hamburg (Kat.) |
| 1988 | "Counterpart" - Ohio Fine Arts, New York |